Das Sattlerhandwerk war im 14. Jahrhundert häufig mit dem Handwerk der Schildermacher, die Abwehrschilder aus Leder und Metall fertigten, in einer Zunft vereint. 1397 bildeten in Köln die Kummetmacher eine eigene Zunft. Die Riemer, Beutler, Handschuhmacher und Nestler gingen wiederum aus den Sattlern hervor. Die Sattler stellten Sättel, die Riemer Gurte und Riemen für das Zaumzeug her. In Frankfurt/Main waren sie im Jahre 1689 gleichzeitig auch Riemer. Auch für die Lederausstattung der Kutschen waren Sattler zuständig, stellten Koffer und Reisetaschen her, waren seit dem 17. Jh. auch als Polsterer und später als Tapezierer tätig.



Anfangs gerbten die Sattler die Häute, die sie von Metzgern und Abdeckern kauften, selbst; später bezogen sie diese dann auch von den Gerbern. Die Produkte wurden meist im Auftrag hergestellt. Vielfach zogen Sattler mit ihrem Handwerkszeug über Land, um dort vor Ort nach Bedarf ihre Produkte herzustellen.